Mensch

Gud'n Morgen Leben!
Sicher möchtet ihr erfahren, was genau es mit dem analogen Menschen auf sich hat, wer hinter diesem Namen steht.

Mein Name ist Mensch, so wie es Ton Steine Scherben in ihrem gleichnamigen Song schon besungen haben. Dieser Song passt immer wieder, auch zu mir. Und zwar in jenem Zusammenhang, der Menschen verbindet, oder auch daran hindert verbunden sein zu können.
Was verbindet Menschen, und was hält sie auseinander? Gemeinsamkeiten verbinden, aber auch Unterschiede und Nuancen tun es. Zu große Unterschiede jedoch treiben auseinander, trennen in verschiedene Welten auf. Jeder Mensch hat seine eigene kleine Welt. Manche passen zusammen, andere wiederum nicht.
Gehen wir auf meine Welt ein, die Welt des Analogen. Analog bedeutet nicht, dass es keinerlei moderne Technik geben würde, auch die ist zu einem guten Teil vorhanden. Es bezieht sich viel mehr auf meine Art zu handeln. Die meisten Menschen handeln heute äußerst digital, sie verlassen sich auf das, was ihr Kopf ihnen sagt. Dabei nehmen sie keinerlei Rücksicht auf die Gefühle der Menschen um sie herum. Passend dazu ist der Song 'Backe auf Beton' der Band Tagtraum. Meine Handelsweise ist analog, geprägt von dem was mein Bauch ein mein Herz mir sagen. Ich konnte mich schon immer auf mein Bauchgefühl verlassen, auch mein Herz hat mir den richtigen Weg gezeigt. Nicht dass ich meinen Kopf gar nicht nutzen würde, aber Gefühle sind den Gedanken immer vorrangig. Wie die ersten Zeilen "Versuch doch mal zu fühl'n. Nicht denken sondern fühl'n!" aus "Cpt. Käse" von Turbostaat. Bedingt durch diese Art zu Handeln wirkt man auf andere oft altmodisch, unmodern - vielleicht ist man es ja auch? Wieder dazu passt der Song 'Analog am Stück' von Senore Matze Rossi.

Wie ihr seht habe ich für jede Situation den passenden Song. Ich denke dadurch kommt auch meine Liebe zur Musik schon sehr zum Vorschein. Seit vielen Jahren spiele ich Gitarre, in meinen vier Wänden stapeln sich eine Unmenge an Geräten für Musik. Der MP3-Player ist der stetige Begleiter, sobald ich das Haus verlasse. Wenn ich zuhause bin, dann läuft schier ununterbrochen Musik. Leise ist es bei mir nie wirklich, nicht einmal während ich schlafe, irgendetwas läuft immer.
Was dann die Playlist füllt oder auf meinem Plattenteller rotiert kann sehr verschieden sein, auch die Grundsätze meiner eigenen Musik finden sich in vielen Jahrzehnten, von den 50ern bis heute.

Wo wir vorhin schon bei meinen vier Wänden wären, auch da gibt es einiges zu erzählen. Meine Wohnumgebung setzt sich aus Instrumenten, Geräten, Büchern, Pflanzen, Tüchern, vielen Lichtern, auch Kerzen, Düften, kräftigen Farben, Steinen, Wasser und Sand zusammen. Das klingt im ersten Moment sehr abenteuerlich, und im Nachhinein bestätigt es sich eventuell auch. Ich richte mich so ein, wie ich mich am wohlsten fühle. Dass dabei etwas Chaos herrscht ist durchaus so gewollt, es gehört zu meinem Leben dazu. Sich in diesen vier Wänden zurechtzufinden gelingt neben mir wohl nicht vielen Menschen, dazu ist die Anordnung und das System hier einfach zu komplex.

Bücher habe ich eine ganze Menge gelesen. Auch wenn sie weit nicht mehr alle in meinem Besitz sind, da viele geliehen waren oder aus Geldmangel verkauft wurden, wächst die Sammlung doch mittlerweile eindeutig wieder. Ich mag das geschriebene Wort, auch Briefe verschicke ich immer wieder. Im Zeitalter von eMail und Instant Messaging ist dies für die meisten Leute überflüssig geworden, jedoch ich finde es immer noch gut ein Stück Papier mit Worten darauf zwischen den Fingern zu haben.

Über die Jahre sind auch meine Kameras zu treuen Begleitern geworden! Diese Welt dort draußen ist farbenfroh, chaotisch und kreativ, und genau das versuche ich mit meinen Bildern festzuhalten. Streetart, die Lichter der Stadt, oder einfach nur das was einem die Natur schenkt.

Ich bin ein Träumer, und ich träume gerne. Denn nur wer den Mut hat zu träumen hat auch die Kraft zu kämpfen. Auch Kämpfer kann man mich nennen, denn ich setze mich immer für das ein was mir wichtig ist, was mir etwas bedeutet. Das gilt auch für gute Freunde, denn sie liegen mir besonders am Herzen.
Ich habe meine Überzeugungen und meinen Standpunkt, und danach handele ich. Immer wieder gibt es Leute, die den recht kläglichen Versuch starten mit ihre Meinung und Weltsicht aufzudrängen, doch scheitern sie jedes einzelne Mal an meiner Verbissenheit.
Meine Träume zu verwirklichen mag nicht immer ganz einfach sein, doch sicherlich ist es nicht unmöglich. Allein schon diese Tatsache reicht mir aus, um es immer weiter zu versuchen und nicht vorschnell aufzugeben.
Diskussionen sind immer eine willkommene Abwechslung im Leben, weswegen ich auch den wenigstens aus dem Weg gehe. Jeder kann seinen Standpunkt klarmachen und seine eigenen Theorien belegen, kann argumentieren. Manchmal findet man sogar eine gemeinsame Möglichkeit.

Jetzt habe ich euch den Rand des Puzzles gelegt, des Puzzles, aus dem sich mein Leben zusammensetzt. Nun liegt es an euch, den Mittelteil zu konstruieren.